Swiss DPP Conference

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Swiss DPP Conference 2027

Der Digitale Produktpass (DPP) ist mehr als eine neue regulatorische Anforderung. Er kann zum strategischen Instrument werden, das Produktdaten über den gesamten Lebenszyklus nutzbar macht. Genau diese Perspektive stand im Zentrum der Swiss DPP Conference vom 8. Oktober 2026 in Zürich.

Der Digitale Produktpass wird für zahlreiche Non- und Near-Food-Kategorien ab 2027 schrittweise relevant. Damit rückt eine Frage für Unternehmen zunehmend in den Fokus: Welche Produktdaten müssen künftig verfügbar sein – und wie lassen sie sich darüber hinaus nutzen?

Die Swiss DPP Conference zeigte: Wer den DPP ausschliesslich als Compliance-Thema versteht, greift zu kurz. Denn dieselben Daten, die künftig für den regulatorischen Marktzugang benötigt werden, können gleichzeitig Mehrwert entlang der gesamten Wertschöpfungskette schaffen – von Design und Manufacturing über Retail und Nutzung bis hin zu Recycling und Kreislaufwirtschaft.

BIG PICTURE: Regulierung, Daten und neue Perspektiven

Der DPP beginnt nicht mit dem QR-Code. Didier Lusuardi vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) brachte es auf den Punkt:

Der QR-Code ist nicht der DPP, er ist die Tür dazu.

Denn derselbe DPP kann für unterschiedliche Akteure ganz unterschiedliche Bedeutung haben – für Unternehmen, Retailer oder Recycler ebenso wie für die Marktüberwachung.

Für die Schweiz stellt sich dabei nicht nur die Frage, ob europäische Vorgaben übernommen werden, sondern auch, wie sie sinnvoll in bestehende Systeme integriert werden können.

MAKE IT HAPPEN: Vom Reporting zur Wertschöpfung

Wie gross das Potenzial des DPP sein kann, zeigte Michael Linck von Google mit Blick auf den Retail:

DPP as the anchor for intelligent retail.

Gute und verlässliche Produktdaten können helfen, Designentscheidungen fundierter zu treffen, Produktionsprozesse transparenter zu gestalten und Informationen im Retail gezielter einzusetzen. Auch für Nutzung und Wartung entstehen neue Möglichkeiten.

Damit wird der DPP vom regulatorischen Pflichtprogramm zu einer möglichen Grundlage für neue Anwendungen und Geschäftsmodelle.

FROM PRODUCT TO RECYCLE: Daten für den gesamten Produktlebenszyklus

Genau diese Breite spiegelte sich im Programm der Conference wider. Die Perspektiven reichten von Regulierung und Aussenhandel über Design und Engineering, Manufacturing und Retail bis hin zu Use & Maintenance und Recycling.

Bundesverwaltungsrichter Marc Steiner richtete den Blick auf die öffentliche Beschaffung und die Bedeutung von Transparenz:

Ohne Transparenz keine Resilienz.

Für die Kreislaufwirtschaft wiederum ist nicht nur entscheidend, dass Daten vorhanden sind, sondern dass sie auch tatsächlich nutzbar sind. Rahel Ostgen von Swiss Recycle formulierte es entsprechend:

Damit sich der Kreislauf schliessen lässt, müssen die Daten brauchbar und verlässlich sein.

Damit schliesst sich der Bogen: Vom regulatorischen Marktzugang über intelligente Anwendungen bis zur nächsten Nutzung und zum Recycling kann der DPP eine gemeinsame Datengrundlage schaffen.

DPP Readiness beginnt vor dem QR-Code

Die Diskussionen in Zürich haben damit eine zentrale Frage aufgeworfen: Wie können Unternehmen heute die richtigen Grundlagen schaffen, damit der DPP morgen nicht nur eine Pflicht erfüllt, sondern echten Mehrwert generiert?

DPP Readiness bedeutet mehr als technische Schnittstellen oder einen QR-Code auf dem Produkt. Es geht um Datenqualität, Verantwortlichkeiten, Standards und die Fähigkeit, Informationen über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg nutzbar zu machen.

Die Swiss DPP Conference hat gezeigt: Die regulatorische Entwicklung ist in Bewegung. Jetzt geht es darum, aus der notwendigen Vorbereitung eine strategische Chance zu machen.

Danke an alle Speaker, Teilnehmenden und Solution Partner für die spannenden Impulse, den offenen Austausch und die vielen Perspektiven rund um den Digitalen Produktpass.

Let’s get DPP READY!

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